VERTICS.Sleeves Studie ist fertig!

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VERTICS.Sleeves auf dem Prüfstand! Die Schweizer wollten es genau wissen: halten die Sleeves was sie versprechen? Deshalb wurde eine wissenschaftliche, sportphysiologische Studie über die Wirkungsweise der Unterarm-Kompressionssleeves durchgeführt. Sie wurde von Jona Harder und Lars Donath von der Universität Basel durchgeführt. Der Schweizer Nationaltrainer Urs Stöcker und 12 Athletinnen und Athleten des Nationalkaders des SAC hatten sich für die Testreihen zur Verfügung gestellt. Volker Schöffl stand dem Team beratend zur Seite. Die Trainings fanden in der Kletterhalle Milandia in Greifensee statt. Über einen Zeitraum von 4 Wochen wurde die Wirksamkeit und Funktionalität der VERTICS.Sleeves genauestens unter die Lupe genommen.

Wie wurden die Tests durchgeführt?

Zunächst wurden beim Aufwärmtraining an der Boulderwand und bei Klimmzügen und Liegestützen die Pulsuhren auf Touren gebracht. Danach ging es in den langen und stark überhängenden Dach-Boulderbereich unter der Tribüne. Dort wurden in mehreren Blöcken und Durchgängen 40-Züge-Boulder am Fließband abgespult. Zwischendurch wurde den Athletinnen und Athleten mehrmals am Ohrläppchen Blut zur Laktatwertbestimmung abgenommen. Weitere Parameter wie “gefühlte Anstrengung und Belastung” sowie “gefühlter Schmerz” wurden während des Trainings per Borg- und VAS Skala abgefragt. Es gab natürlich einen Blindvergleich mit manipulierten VERTICS.Sleeves ohne nennenswerte Kompression (Falsum-Sleeves).

Nun liegen die ersten Ergebnisse vor. Sie werden im Sommer veröffentlicht. Hier aber vorab schon mal ein kleiner Einblick.

 

in preparation:

Journal of Sports Engineering and Technology

Acute effects of novel forearm compression sleeves on lactate accumulation, heart rates perceived exertion and pain in elite climbers

Short title: forearm compression sleeves in climbing

Jona Harder, Urs Stöcker, Peter Wolf, Lars Donath

 

Im Bereich des Blutlaktates und der Herzfrequenz konnten sich nur sehr moderate aber nicht signifikante Effekte finden lassen. Dies lässt vermuten, dass durch das Tragen von VERTICS.Sleeves im Training, physiologische Anpassung im Bereich des Blutlaktats und der Herzfrequenz auftreten. Wie diese Werte im Einzelnen zu deuten sind ist noch unklar.

 

Studie1

Figure 1 Capillary blood lactate concentration (A) and heart rates (B) between verum (squares) and falsum (triangles) sleeves for pre and post testing during week 1 and 2. Lactate and heart rate: Independent of the time points, a moderate non-significant condition effect was found during week 1 and 2 for acute lactate (p=0.44, ηp²=0.10) and heart rate (p=0.45, ηp²=0.12) response. A large and highly significant time effect was observed for lactate (p<0.001, ηp²=0.77) and heart rate (p<0.001, ηp²=0.97). Condition × time interaction effects were neither found for lactate (p=0.70, ηp²=0.02) and heart rate response (p=0.66, ηp²=0.04).

 

Interessantere Ergebnisse lieferte die Studie im Bereich der wahrgenommenen Belastung und des Schmerzes. Eine Veränderung des wahrgenommen Schmerzes konnte nicht festgestellt werden, was wohl auf individuelles Schmerzempfinden der Athleten rückschließen lässt. Große Veränderungen konnten allerdings im Bereich der wahrgenommenen Belastung festgestellt werden. Es kam zu einem großen aber nicht signifikanten Effekt, welcher stark vermuten lässt, dass die Belastung mit VERTICS.Sleeves als geringer wahrgenommen wird, als ohne. Die jetzigen Ergebnisse beschränken sich allerdings auf eine sehr kleine und homogene Gruppe aus Leistungsathleten. Weitere Untersuchungen müssten für den Breitensport durchgeführt werden um mehr Ergebnisse zu bekommen.

Studie2

Figure 2 perceived exertion level obtained from the Borg scale (A) and pain perception obtained from the VAS (B) between verum (squares) and falsum (triangles) sleeves for pre and post testing during week 1 and 2. Perceived exertion and pain: A moderate but non-significant condition effect was found during week 1 and 2 for perceived exertion level (p=0.51, ηp²=0.08) and pain perception (p=0.67, ηp²=0.03) response. A large and highly significant time effect was also found for perceived exertion (p<0.001, ηp²=0.74) and pain perception (p=0.01, ηp²=0.66). Interestingly, a very large but non-significant condition × time interaction effect was observed for perceived exertion (p=0.20, ηp²=0.26). In contrast, no interaction effect was observed for pain perception (p=0.62, ηp²=0.04).

Das ist uns etwas zu komplex, deshalb hier eine zusammengefasste Grafik mit den relevanten Parametern. Besonders hervorzuheben ist der Unterschied bei den Laktatwerten. Trotz des relativ kleinen Unterarmmuskels (im Vergleich zur Körper-Muskelmasse) konnte ein kleiner aber messbarer Unterschied in der Laktatkonzentration im Blut festgestellt werden. Deutlicher wird der Unterschied bei der gefühlten Anstrengung, gemessen über die Borg-Skala. Mit VERTICS.Sleeves hatten die Athleten das Gefühl, etwas weniger angestrengt zu sein.

Studienergebnisse VERTICS.Sleeves

Als Ergänzung zur Studie haben wir weitere 107 Kletterer und Kletterinnen gefragt was VERTICS.Sleeves wirklich bringen. Die Ergebnisse kannst Du Dir hier ansehen.

Schau Dir hier das Video des Trainings an…

Und hier noch einmal mit Bildern:

VERTICS.Sleeves im Testdesign

VERTICS.Sleeves im Testdesign

Die Studie wurde von Jona Harder und Lars Donath von der Universität Basel durchgeführt. Der Schweizer Nationaltrainer Urs Stöcker und 12 Athletinnen und Athleten des Nationalkaders des SAC hatten sich für die Testreihen zur Verfügung gestellt. Volker Schöffl stand dem Team beratend zur Seite. Die Trainings fanden in der Kletterhalle Milandia in Greifensee statt.

SAC Swiss Climbing Team

SAC Swiss Climbing Team

Über einen Zeitraum von 4 Wochen wurde die Wirksamkeit und Funktionalität der Sleeves genauestens unter die Lupe genommen.

Zunächst wurden beim Aufwärmtraining an der Boulderwand, bei Klimmzügen und Liegestützen die Pulsuhren auf Touren gebracht.

Ladina Gebert

Ladina Gebert

Mischa Langhart

Mischa Langhart

Natalie Bärtschi

Natalie Bärtschi

Tereza Svobodova

Tereza Svobodova

Aufwärmen vor dem Beginn der Testreihen

Aufwärmen vor dem Beginn der Testreihen

Danach ging es in den langen und stark überhängenden Dach-Boulderbereich unter der Tribüne.

Boulderbereich unter der Tribüne in der Kletterhalle Milandia

Boulderbereich unter der Tribüne in der Kletterhalle Milandia

Dort wurden in mehreren Blöcken und Durchgängen 40-Züge-Boulder am Fließband abgespult.

Kevin Huser

Kevin Huser

Zwischendurch wurde den Athletinnen und Athleten mehrmals am Ohrläppchen Blut zur Laktatwertbestimmung abgenommen.

Ozopft is... Jara Späte wird von Jona Harder "angezapft"

Ozopft is… Jara Späte wird von Jona Harder “angezapft”

Weitere Parameter wie “gefühlte Anstrengung und Belastung” und “gefühler Schmerz” wurden während des Trainings per Borg- und VAS-Skala abgefragt.

Fragebögen ausfüllen und Schmerzwerte abgeben

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