VERTICS.Sleeves in der Ergotherapie und Physiotherapie

Gastbeitrag über VERTICS.Sleeves in der Ergotherapie und Physiotherapie (Autor und Praxis möchten nicht genannt werden):

Kennengelernt habe ich die VERTICS.Sleeves auf dem Kölner Alpin Tag 2017.

Sofort hatte ich den Gedanken, die VERTICS.Sleeves auch bei meiner Arbeit als Ergotherapeutin in der neurologischen Rehabilitation einzusetzen. Ich arbeite in einer ambulanten Rehabilitationseinrichtung mit integrierter Praxis.

Herr Hummel unterstützte mich umgehend bei meiner Idee, als er mir Testausstattungen der VERTICS.Sleeves in verschiedenen Größen aushändigte.

Bei neurologisch betroffenen Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen (beispielsweise Zustand nach Appoplex (Schlaganfall), Multiple Sklerose, Polyneuropathie, Guillain- Barre-Syndrom) können die VERTICS.Sleeves Anwendung finden.

Ein Teil der senso-motorischen Probleme, die im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen auftreten können, lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Feinmotorische Defizite beim gezielten Greifen und der Handhabung von Objekten.
  • Probleme in Bezug auf die Kraftdosierung, Anpassung der Bewegung an einen Gegenstand.
  • Schwierigkeiten in der feinen Ansteuerung und dem koordinierten Abruf von Bewegungen.
  • Dysregulation der Muskelspannung von zu wenig mit der Folge von instabilen Gelenken, bis hin zu viel im Sinne einer Spastik.
  • Lähmungen (Paresen) an den Extremitäten in unterschiedlicher Ausprägung.
  • Eingeschränkte Wahrnehmung von Extremitäten infolge von Sensibilitätsstörungen.

Die VERTICS.Sleeves helfen, die Bewegungspräzision und Koordination zu unterstützen, auch weil sie dem Körper einen stabilen Referenzpunkt geben.

Die VERTICS.Sleeves lassen sich zur Kontrolle der Muskelspannung (Reduzierung von Hypertonus) einsetzen.

Sie können der Unterstützung der Handgelenksstabilität dienen und damit eine bessere Kraftübertragung gewährleisten.

Daneben unterstützen die VERTICS.Sleeves über einen deutlichen Druck (propriozeptiver Reiz) eine bessere Präsenz der Extremität und eine bessere Integration im Körperschema.

Eine an MS erkrankte Patientin mit erheblichen Problemen in Bezug auf die Geschicklichkeit, Koordination und Handkraft trägt die VERTICS.Sleeves vor allem nachmittags im häuslichen Umfeld, um eine bessere Kontrolle z.B. beim Richten des Abendessens zu haben. Lebensmittel gleiten ihr dann nicht mehr so häufig aus der Hand. Auch berichtet sie von einer verbesserten Ausdauer beim Einsatz ihrer Hände.

Eine Kollegin aus der Planung hatte lange Schmerzen und Probleme durch eine Epicondylitis, jetzt trägt sie die VERTICS.Sleeves im Bedarfsfall bei der Arbeit am PC um die Belastung zu minimieren. Seit drei Monaten ist sie, auch unterstützt durch eine medizinische Behandlung, schmerzfrei.

Meinen Kolleginnen und mir gefällt es besonders gut, mit Hilfe der VERTICS.Sleeves unsere Patienten beim Transfer des Gelernten in den Alltag unterstützen zu können, weil durch die oben beschriebenen Erleichterungen die Motivation größer ist, sich den alltäglichen Anforderungen zu stellen.

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